Popcorn Culture: ein RefLab-Podcast

Popcorn Culture: ein RefLab-Podcast

Transkript

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00:00:06: Der Podcast für Liebhaber von Netflix und Co.

00:00:08: Und für alle, die wissen wollen was kultige Serien über Gott und die Welt zu sagen haben.

00:00:36: Hallo,

00:00:38: hallo schön dich zu sehen.

00:00:40: Schön dass ihr uns wiederzuhört.

00:00:42: Jawohl und ich bin echt gespannt auf unser Gespräch heute.

00:00:45: Jana wir reden ja über das Patriarchat und über Religion und das Patriarchy hat über Frauen Power.

00:00:57: die Frage ist Religion an und für sich Frauen feindlich oder sind das nur Missinterpretationen?

00:01:05: und so weiter, denn wir reden über die schöne Doku Girls and Guards.

00:01:11: Und ich freue mich da alertierisch drauf ehrlich gesagt weil es ist eins der Themen was hier in meiner Familie virulent geht also mit meiner Tochter gerade ja die... Also nicht wegen dieser Doku sondern grundsätzlich ist das einfach ein Thema was uns hier sehr beschäftigt Und das ist jetzt mal ein Punkt.

00:01:31: Also ich bin ja nun eben so Serien und Filmaffin, nicht so wissenschaftsaffin.

00:01:37: also ne?

00:01:37: Ich kann mich so gut an der Stelle wissenschaftlich argumentieren aber hier habe ich eine Doku gesehen die mich sehr angesprochen hat und da bin ich mal gespannt wie unser Gespräch läuft weil mit meiner Tochter streite ich mich dann manchmal.

00:01:53: Ich bin gespannt, vielleicht magst du ja nachher auch noch ein bisschen mehr dazu erzählen was die Punkte sind über die ihr euch dann so streitet.

00:02:00: Du hast es schon gesagt Es ist eine Doku A Girls and Gods von zwei tausendfünfundzwanzig.

00:02:06: Die läuft jetzt in der Schweiz In den Kinos ist aber eben von letztem Jahr und ich glaube wie kann man sie in Deutschland schauen?

00:02:15: Man kann sich bei Amazon Prime entweder kaufen oder leihen.

00:02:20: Also das ist nicht innerhalb des Prime Angebots, aber man kann sie leihen für fünf Euro oder eben kaufen für fünf zehn.

00:02:27: Ja okay ja also ich finde es auch sehr empfehlenswert.

00:02:31: da sind die fünf euro finde ich auf jeden Fall gut ausgegeben.

00:02:34: wenn man sagt man leidet sich mal bevor wir inhaltlich einsteigen und vielleicht noch ein bisschen mehr was dazu sagen?

00:02:41: an gibt's eine Szene an der du hängen geblieben bist lieber Jay?

00:02:45: Ja also es gab ein paar mal Momente wo ich echt ein bisschen pipi in den in den Augen hatte oder sehr berührt war, ob der Schicksale oder auch des Trotzes.

00:02:58: Oder aber auch wo ich gemerkt habe, dass Menschen ihren Glauben nicht verlieren wollen.

00:03:05: so und ich fand also sehr berühmt hat mich dieses relativ kurze Gespräch mit der Transgender Rabbinerin die quasi aus einer Ultraworthodoxen Geschichte kommt und die dann ausgebrochen ist dort.

00:03:24: Und ihre Familie hat dann endgültig den Kontakt mit ihr abgebrochen, als sie sich Transgender geoutet hat.

00:03:33: Dann die Interviewerin ... Ich kann ihren Namen immer nicht aussprechen.

00:03:39: Wie spricht man die?

00:03:40: Inna

00:03:42: Cevchenko.

00:03:43: Genau!

00:03:44: Politische, ukrainische ... Aktivistin und Feministin.

00:03:48: Die fragt dann so, ja ... Aber das ist doch gerade Scheiße!

00:03:52: So ich übersetze jetzt die ... Ich paraphrasiere jetzt.

00:03:56: Und dann sagt diese Transgender-Rabinerin Ja, das hab' ich auch gedacht.

00:04:01: Drei Jahre lang habe ich den totalen Kontakt mit diesem ganzen Kram, mit dem ganzen religiösen Gebrochen.

00:04:10: Irgendwann hat sie aber überlegt meine Güte Das ist so eine reiche Tradition, die wir hier haben.

00:04:17: Dreitausend Jahre alt... Da ist so viel Gutes drinne!

00:04:23: Wäre es nicht möglich sozusagen innerhalb dieses Guten neue anzufangen und sozusagen Frauen-und queere Menschen ernst zu nehmen und ihre Rechte zugeben?

00:04:35: Und das nicht sozusagen von Null starten zu

00:04:38: müssen?!

00:04:40: Und das hat mich berührt weil da so ein bisschen ja auch das Dilemma dieses Filmes zeigt.

00:04:46: Das sind im Grunde die beiden Positionen, brechen wir oder versuchen wir zu reformieren aber es ist auch.

00:04:54: ich kann mich genau mit diesen beiden Polen ehrlich gesagt auch sehr gut identifizieren.

00:05:00: also die sprechen beide etwas in mir an.

00:05:03: Die eine Seite will einfach abfackeln und sagt Schluss jetzt mit dem ganzen religiösen Scheiß ist doch auch sehr froh, um das was ich am Glauben habe sozusagen.

00:05:16: Also das hat mich sehr berührt und du?

00:05:21: Ja... Mich haben besonders die Gespräche also vielleicht sagen wir gleich danach noch mal ein bisschen dazu wie der Film aufgebaut ist oder worum es genau konkret geht.

00:05:31: aber mich haben besonders diese Gespräche berührt.

00:05:37: zwei Gespräche die geführt wurden wo ich das Gefühl hab Die sind nicht auf einen Nenner gekommen sozusagen.

00:05:45: Da ist kein Konsens entstanden oder da sind die Fragen, die gestellt wurden, irgendwie unbeantwortet geblieben?

00:05:51: Oder man merkt ... Ein bisschen auch vielleicht die weltliche Sicht mit der die Interviewerin in der Chefchenco kommt und wie aus so eine ... von einem Glauben durchzogene Sicht auf die Welt trifft.

00:06:15: Und dass irgendwie nicht ganz konkurrent ist oder nicht deckungsgleich ist.

00:06:19: und da bei einer glaubensorientierten oder vom Glaubengefärbten, sag ich mal, Sicht auf der Welt Dinge mit rein spielen, die schwer erklärbar sind nicht für jeden nachvollziehbar sind.

00:06:37: D.h.,

00:06:38: dass das irgendwie richtiger oder falscher sein muss, es geht da nicht um richtig oder falsch sondern einfach, dass zwei Sichtweisen und nicht nur zwei Perspektiven auf die Welt oder auch auf Feminismus aufeinander treffen, sondern eben Dinge von einem Ton gefärbt sind der sich schwer erklären lässt.

00:07:00: Und das fand ich immer sehr ... sehr berührend, wie die Gespräche geführt wurden um diesen Knackpunkt irgendwie herum.

00:07:11: Und das gibt zwei Gespräche einmal mit einer deutschen Journalistin Kola Mayam Hübsch, die auch viel in Deutschland zu dem Thema Islam geschrieben hat und auch gesprochen hat öffentlich.

00:07:25: eben genau sie ist praktizierende Muslima, die eben in der Chefchenko spricht.

00:07:30: Genau, das hat mich sehr berührt.

00:07:32: Weil man genau da merkt wie es sich um diesen Punkt dreht.

00:07:38: Aber auch mit einer iranischen Aktivistin ... Da weiß ich den Namen jetzt leider nicht.

00:07:45: Wo die am Ende zum Schluss kommen sagen, wir sind uns nicht einig und wollen uns umarmen.

00:07:49: Ja, genau!

00:07:50: Das fand ich eine schöne Szene, wo man merkt, okay... Wir kommen nicht zu einem gemeinsamen Punkt aber wir können uns trotzdem nach dem Gespräch umarminen Weil wir anerkennen, dass wir darum gerungen haben oder miteinander herumgerungen haben irgendwie im Dialog zu sein und irgendwie einen gemeinsamen Punkt zu finden.

00:08:10: Das sind so meine Lieblingsmomente oder Szenen in dieser Dokumentation.

00:08:16: Aber vielleicht müssen wir jetzt einfach nochmal drei Sätze mehr dazu sagen was das eigentlich ist.

00:08:21: also ein bisschen was hast du schon erzählt?

00:08:25: aber genau

00:08:26: Es gibt ja keine Geschichte, die man erzählen kann quasi.

00:08:30: Sondern wie ist ihr Namen?

00:08:32: noch mal sorry?

00:08:33: Ich kann den mir nicht merken.

00:08:37: Innerchefchenko macht sich... Also die kennt man weil in der Ukraine relativ viel Wirbel gesorgt hat als sie einmal ein Kreuz abgesägt hat mit mit freien Brüsten und allem drum und dran, die ist bei Femen-Aktivisten.

00:08:55: Und ist inzwischen auch geflohen weil sie wirklich verfolgt wurde, lebt glaube ich jetzt in Paris wenn ich mich nicht täusche.

00:09:01: Genau

00:09:01: man kennt ja auch diese Pussy Riot

00:09:04: Aufstände.

00:09:06: Sie selber glaube ich keinen Teil von Pussy Rite ist aber sie hat also dieser Aktion damals mit dem Kreuz war quasi um aufmerksam zu machen auf das Schicksal was Pussy Ride in Russland hatte.

00:09:18: Wie dem auch sei Die macht sich quasi auf dem Weg, sie ist selber Atheistin und Feministin.

00:09:25: Und will jetzt sozusagen mal herausfinden wie es um Feminismus in den Religionen ... In den monatistischen Religionen muss man sagen steht.

00:09:36: Genau!

00:09:36: Und trifft sich dann mit lauter verschiedenen Frauen, alles Frauen ganz toll die quasi auch ein echtes Spektrum abbilden eben sowohl von christlich, katholisch, jüdisch, islamisch und dort auch bestimmte verschiedene Spektren noch abdecken innerhalb der Religion.

00:10:00: Und spricht mir den.

00:10:01: Also Interview die oder das sind dann zum Teil Opfer selber von Gewalt.

00:10:05: es sind Atheisten mit dabei die gesagt haben die dann sagen ich habe mit meiner Religion nichts mehr zu tun die muss weg quasi weil sie schädlich ist die versuchen sozusagen innerhalb der Religion ihr feministisches Sein zu leben und auszudrücken, um dafür zu kämpfen dass keine Ahnung für Abtreibungsrechte zu kämpfen.

00:10:35: diese ein Dreiviertelstunde vergeht wie im Flug, würde ich sagen.

00:10:39: Weil das sind so interessante Gesprächspartnerinnen die sie da hat finde ich und so auch interessante Positionen die... Und manchmal merkst du richtig dass Sie auf die Bremse treten muss weil sie eigentlich jetzt gerne debattieren will aber dann lässt sich der Anderen doch ausreden und manchmal reden die auch echt wild durcheinander weil sie sich nicht mehr halten kann.

00:11:01: Ich fand das sehr schön, aber im Grunde ist die Idee.

00:11:04: Da sehen wir ganz unterschiedliche Frömmigkeiten und auch ganz unterschiedlichen Spielarten des Feminismus, würde ich mal sagen.

00:11:14: Aber gemeinsam ist eigentlich fast allen, die dort auftreten, dass sie sagen es gibt ein Problem.

00:11:21: Frauen sind nicht gleichberechtigt ... Frauen müssen Angst haben, wenn sie auf die Straße gehen.

00:11:29: Frauen sind nicht frei zu wählen was sie mit ihrem Körper tun oder wie auch immer und so weiter.

00:11:35: also das ist einfach super spannend finde ich.

00:11:40: Vielen Dank für die Zusammenfassung.

00:11:41: Ich gebe noch ein paar kurze Hard Facts, wir haben vorhin schon gesagt, das Jahr ist der Film erschienen.

00:11:47: Man könnte jetzt meinen, er ist von Innerchef Tchenco selbst aber nein es gibt zwei Regisseure.

00:11:52: einmal Arashtey Riahi und Verena Soltitz sind die Regisseur.

00:11:57: Innerchev Tchenko hat intensiv mit den beiden Regisseuren zusammengearbeitet und hat auch selber am Drehbuch mit gesessen oder das Drehbuch wenn ich das richtig gelesen habe auch verfasst.

00:12:08: Aber eben, die haben viel intensiv zu dritt gearbeitet.

00:12:12: Und der Dokumentarfilm wurde auch ausgezeichnet mit einem Spezialpreis der Jury auf der Viennale.

00:12:20: Ah ja?

00:12:20: Das wusste ich gar nicht.

00:12:22: Genau das ist vielleicht auch noch ganz spannend zu sagen.

00:12:27: und was auch interessant noch ist ... Der Dokumentarfilm wird so ein bisschen untermauert oder hinterlegt wie auch immer mit Kunstwerken, die immer wieder auftauchen im Film.

00:12:41: Das ist auch richtig geil, finde ich ehrlich gesagt.

00:12:43: Genau das heißt wir sehen immer wieder weitesten Sinne feministische Performances- oder Installationen, Kunstwerke, die quasi unkommentiert einfach eingeblendet werden und die wir sehen ... bevor wir dann quasi zum nächsten Gespräch oder in das nächste Gespräch gehen.

00:13:02: Das ist eine ganz große, also eine längere Reihe von Kunstwerken ist nicht immer dasselbe, es ist verschiedenes Mal ist es eine Vulva-Installation in einer Kirche Manchmal ist es irgendwie ne Fotoserie Oder ähnliches, also verschiedenes was quasi einfach unkommentiert eingeblendet wird.

00:13:25: Du hast schon gesagt, der Film dauert irgendwie ein und eine Dreiviertelstunde ungefähr ... Und es gibt in dem Sinne auch keine große Dramaturgie!

00:13:35: Also du hast das schon gesagt?

00:13:36: Es dreht sich um die Frage der Frau in den Religionen, in den drei großen monotheistischen, abrahamitischen Religionen dann... Das wird miteinander verhandelt.

00:13:48: Und das ist immer Inna Chefchenko, die eben reißt.

00:13:51: Das kann man vielleicht auch noch sagen.

00:13:53: Wir sind in Europa und den USA, also wir sind nicht nur irgendwie in einem Land sondern ganz unterschiedlich unterwegs von Amerika über eben New York über Frankreich Deutschland auf jeden Fall so genau an vielen unterschiedlichen Orten.

00:14:15: ja genau was gibt es noch zu dem Film so grob zu sagen?

00:14:21: Ja Also wie gesagt, was ich ... also ist es kein Religions-Bashing.

00:14:27: Nee!

00:14:28: Das fand ich cool.

00:14:29: Weil er startet gleich erst mal mit so einer Atheistinnengruppe und da hab' ich gesagt oh ja okay, da können wir uns warm anziehen wenn das hier sozusagen der Grundton isst aber es war gar nicht sondern ich finde er sehr fair und sehr darstellend schon engagiert aber weiter von entfernt irgendwie Religionsbashing Und das rechne ich ihm ihr hoch an, weil ich finde jemand wie sie, die zumindest sehr schlechte Erfahrungen mit der russische Autodoksenkirche gemacht hat und aus ihrem Land fliehen musste usw.

00:15:09: Hätte ich auch durchgehen lassen, wenn das Ganze in Bauschenbogen verdammt worden wäre.

00:15:15: Aber ich find's so spannender!

00:15:16: Und

00:15:16: man kann auf was vielleicht auch noch spannend ist es gibt auch ein paar sehr... Dazu, dass das ja eh schon sehr krasse oder sehr intensive Themen sind gibt es auch noch so ein paar Szenen oder interessante Gespräche wo dann auch noch andere Aspekte hinzukommen.

00:15:31: Also eine der Gesprächspartnerinnen hat den Anstalt von Charlie Hebdo überlebt ist Karikaturistin und Illustratorin in Frankreich im Paris und da wird dann eben auch über den Anschlag zum Beispiel gesprochen.

00:15:45: Und wir hören auch Live-Mitschnitte von einem Anschlag in Kuppenhagen, wenn ich das richtig gelesen habe bei dem Innerchef Tchenko selber vor Ort war wo es eben auch um Frauen und um Feminismus ging und da war sie selbst beim Anschlag vor Ort sozusagen und da hören wir Live-Tonaufnahmen.

00:16:04: also ich sag mal so die... Das Ausmaß dieses Themas sehr ungeschönt deutlich gemacht.

00:16:13: Also das Ausmaß von eben Anschlägen, Terroranschlägen Frauen die in Auseinandersetzung mit Feminismus oder freier Rede auch nur ins Gefängnis kommen umgebracht wurden ähnlich ist wie auch immer.

00:16:30: also dass die Wie wichtig es ist darüber zu reden und Krass, dass Frauen trifft die sich mit diesem Thema auseinandersetzen wird finde ich sehr deutlich in dem Dokumentarfilm und das finde ich gut.

00:16:48: Und erschreckend und ja irgendwie alles zugleich aber sehr wichtig da wird nichts beschönt.

00:16:54: Genau genau das finde auch Und ist ja so, also es wird auch viel über den Hitch Up diskutiert und ob warum Frauen keine Priesterinnen werden dürfen usw.

00:17:08: Also so bisschen ... oder Abtreibung natürlich?

00:17:14: So die Frontalthemen sag ich mal auf religiöser Seite, ist der Hitch up nun ein Befreiungssymbol oder ein Unterdrückungs-Symbol

00:17:22: usw.?

00:17:24: Aber in dem Ganzen, also manchmal hatte ich ein bisschen das Gefühl jetzt verzetteln sie sich ein bisschen in den... In den vordergründigen Fragen.

00:17:33: Was ich gerade aufgezählt habe aber... Ich finde es kommt immer wieder durch und das wird auch grad am Anfang wirklich gut fundiert.

00:17:46: Dass es nicht nur um so eine Frage geht ist der Schleier richtig oder falsch?

00:17:53: Oder könnte man den abschaffen oder nicht?

00:17:55: Sondern es wirklich um die Frage der Gleichheit geht.

00:17:59: Und um die frage, warum von Frauen Dinge verlangt werden, die von Männern nicht verlangт werden und warum Frauen mit dem Leben bedroht werden wenn sie aus solchen Dingen ausscheren oder warum Sie quasi sich nicht einfach scheiden lassen dürfen in bestimmten religiösen Zusammenhängen usw.

00:18:18: Also diese Benachteiligung auch Bedrohung der Frauen ausgesetzt sind durch Religion.

00:18:27: Das finde ich schon wichtig, das irgendwie sich klarzumachen.

00:18:30: also es geht nicht nur um ein Kopftuch.

00:18:33: so und das hat die Dokumentation schon finde ich obwohl sie manchmal eben versucht war dass Vordergründige zu verhandeln finde ich immer wieder immer wieder klar gemacht

00:18:47: lass uns doch einfach direkt thematisch einsteigen oder du hast es jetzt eben gerade auch schon so ein bisschen gemacht und von dem was wir erzählt haben ist es vielleicht auch ein bisschen deutlich geworden.

00:18:57: Es gibt irgendwie zwei große Themen, oder zwei große Felder die eigentlich umrissen oder beleuchtet werden.

00:19:10: Ungleichberechtigung der Frauen ist quasi immer im Hintergrund und davon ausgehend.

00:19:16: Und auch von den teilweise Gräueltaten, die begangen wurden oder der krassen Unterdrückung und des krassen Frauenhasses, der da teilweise auch thematisiert wird ausgehend.

00:19:29: Oder Benachteiligung einfach nur in Anführungszeichen.

00:19:34: Gibt's so zwei?

00:19:36: Entwicklungsrichtung.

00:19:37: Und Ina Shevchenko spricht mit Frauen, die das ganze Spektrum an Entwicklungsrichtungen oder auch an Umgangsweisen mit dieser Unterdrückung und der Benachteiligung der Frauen findet.

00:19:53: Sie spricht mit Frauinnen, die viel abdecken.

00:19:55: Das eine ist quasi ... die Variante, wo man sagt oder von Frauen, die gesagt haben ich werde so sehr benachteiligt.

00:20:04: Ich bin betroffen von Frauenhass.

00:20:06: Ich werde unterdrückt.

00:20:08: Ich kann...ich bin unfrei in meiner Glaubensausübung und auch in meiner Lebensgestaltung noch viel mehr nicht nur an der Glauben aus der Übung sondern eher eine Lebensgestaltung.

00:20:20: durch Regeln, durch Traditionen.

00:20:22: Durch falsche Schriftauslegungen oder einseitige Schriftauslegung ... dass ich nicht mehr Teil dieser Glaubensgemeinschaft sein kann oder da austreten muss oder meinen Glaube auf eine andere Art und Weise lebe?

00:20:36: Oder auch ich gar keinen Glauben mehr habe!

00:20:40: Und vielleicht sogar das ... Sorry, wenn ich kurz das noch anfüge.

00:20:45: Und vielleicht sogar eher ... meinen Aktivismus daraus ziel zu sagen.

00:20:50: ich bin jetzt atheistin weil diese religionen machen uns frauen kaputt und dann ist man natürlich direkt steht man in der direkten opposition.

00:21:01: genau da gab es zum beispiel eine gruppe von jungen Frauen muslimas, die eben quasi eine Selbsthilfegruppe hatten oder eine Selbsthelfegruppen in der sie waren.

00:21:12: Wo es genau darum geht wo sie dann direkt in die Opposition eigentlich gegangen sind.

00:21:18: Das ist so die Einentwicklung.

00:21:19: und dann spricht in der Chefchenco aber auch mit Frauen, die sich in einer anderen Richtung entwickelt haben Die gesagt haben ja ich werde vielleicht unterdrückt oder ich werde benachteiligt, Frauen sind in meiner Religion nicht gleichberechtigt.

00:21:35: Ich sehe die Mängel, dass es vielleicht nicht optimal ist oder dass es Herausforderungen gibt und ich vertraue aber ... Oder ich bleibe bei meinem Glauben und vertraube darauf, dass das was ich tue und was ich tun kann in meiner Religionsausübung sinnvoll ist und wichtig ist.

00:21:59: Und gut ist, um die Rolle der Frauen in meiner Religion zu stärken, zu unterstützen und den Frauen vielleicht sogar auch mehr eine Stimme zu geben oder mehr Lobby durch die eigene Arbeit, die dann innerhalb der Religionsgemeinschaft ausgeübt

00:22:20: wird.".

00:22:22: Ja genau!

00:22:24: Das sind die beiden Pole?

00:22:26: Und wie gesagt, ich hab vorhin ja schon angedeutet ... dass ich beide verstehne.

00:22:33: Und in manchen Augenblicken meines Lebens tatsächlich denke vielleicht sollte man den ganzen religiösen Zirkus einfach abfackeln und so donnenländenmäßig imagine there's no heaven easy if you try yeah?

00:22:47: No hell below us above us only sky.

00:22:49: Also so wirklich der ganzen Krämpel abfakkeln weil Also, dass sich das wirklich reformiert.

00:22:57: So an kleinen Stellen ja okay... Aber wirklich!

00:23:01: Da habe ich manchmal wenig Glauben dran so weltweit geschaut und hab' ich ja vorhin schon gesagt.

00:23:08: Und dann gibt's aber die andere Seite, die sehr gerne Christ ist und die sich in diesem Glaubem sehr birgt und die auch stolz darauf isst wie Jesus mit Frauen umgegangen ist.

00:23:23: Und dass ich sozusagen da einen anderen Geist wehen sehe, auch wenn ich das neue Testament lese und ja manche Stellen ... Da weht ein anderer Geist raus also ein Rückwärtsgerichteter aber es gibt eben auch die vielen Momente wo er sozusagen in die Gleichberechtigungsrichtung weht.

00:23:43: So und von daher und wahrscheinlich kriegt man ja aber auch das Leben nicht schwarz-weiß, nicht entweder oder sondern es ist immer eine Mix.

00:23:52: Von daher bin ich dann wahrscheinlich doch auf der zweiten Spur, aber ... Ich kann die erste Spur durchaus verstehen.

00:24:01: Wie geht's dir denn da?

00:24:03: Ja, ich hab jetzt auch gerade, als du erzählt hast mal so überlegt und hab gedacht, soll ich mal einen Schwank erzählen aus meinen Erfahrungen?

00:24:11: Ja bitte!

00:24:12: Bitte!

00:24:14: Also ich bin Lutteranerin, evangelisch getauft und luterisch... Und dass ich Pastorin geworden bin oder Pfarrerin geworden bin, mir stand da ja erst mal in dem Sinne nichts im Weg.

00:24:28: Ich bin nicht katholisch also kann das erstmal einfach machen und ich kann das studieren.

00:24:32: Ich kann Theologie studieren ohne dass mir da irgendwelche Steine in den Weg gelegt wurden.

00:24:40: Trotzdem gibt es immer oder gab's auch immer wieder Momente die ich erlebt habe die schon auch befremdlich waren und einfach nicht cool.

00:24:51: Also sei es das irgendwie in meinem Seminar, im Homilätik-Seminar wenn's darum geht predigen zu lernen dann gesagt wird zu den Frauen irgendwie gesagt wird wie sie sich denn ja anzuziehen haben oder was.

00:25:07: also das ist ein klassisches Beispiel mit dem glaube ich viele Frauen die Pfarrerin sind irgendwann in ihrer Laufbahn mal konfrontiert wurde.

00:25:16: Also was, wie man sich anzuziehen hat unter dem Talar oder auch ob man geschminkt sein darf oder nicht oder was mit den Haaren ist.

00:25:23: und mir ist es tatsächlich in meinem ersten Hominetikseminar begegnet das dann gesagt wurde ja so die Haare müsste man ja doch zusammennehmen und vielleicht auch keine Sneaker unter dem taler oder sowas.

00:25:38: Und das ist natürlich.

00:25:39: Es ist ein banales Beispiel und trotzdem ist es sehr bezeichnend, weil das erste was in meinem Kopf passiert ist.

00:25:50: Also Männer im Kopf habe die Farbpersonen sind, die ungepflegt sind, Scheiß drauf geben, wie ihre Haare aussehen oder was sie für Schuhe anhaben.

00:26:02: Ob ihr Bad gerade frisch rasiert ist oder nicht?

00:26:05: Aber dass an Frauen dann auf einmal angelegt wird ... Dass sie doch quasi das, was man sieht, bitte äußerlich ansprechend sein müsse.

00:26:13: Da denke ich mir so ne.

00:26:15: Krass!

00:26:15: Das ist überhaupt nicht an dir zu sagen, wie äuzerlich ansprechend oder nichtansprechend ich auszusehen habe.

00:26:24: Ja... Und das zieht sich durch.

00:26:27: Also solche Themen ... Aber es

00:26:28: verrückt, Jana!

00:26:29: Darf ich dann nur mal sagen?

00:26:31: Weil mir auch meine Tochter ja immer sagt, du guckst die Welt halt durch eine männliche Brille an.

00:26:39: Du hast viele Probleme nicht, die wir haben.

00:26:42: und wenn du das jetzt so erzählst, dann denk ich Ja, stimmt.

00:26:48: Ist mal wieder ein gutes Beispiel dafür dass meine Tochte recht hat.

00:26:52: Das wäre mir wahrscheinlich gar nicht aufgefallen.

00:26:54: Ja.

00:26:54: Mir wäre, hätte ich in dem Seminar gesessen, wär mir das noch nicht mal aufgefallen, dass von euch etwas verlangt wird was uns nicht ... Was von uns nicht verlangт wird?

00:27:04: Also ich hätt's einfach für normal gefunden.

00:27:06: ja klar Frauen müssen ja... Ich weiß gar nicht was ich gedacht hätte.

00:27:11: wahrscheinlich hätte ich einfach gar nichts gedacht!

00:27:13: Ich hätte es einfach geschluckt.

00:27:15: so.

00:27:16: aber du hast vollkommen recht Das ist eigentlich unfair Das ist nicht

00:27:20: in Ordnung.

00:27:21: Und was dazukommt, das nennt man ja Mail-Gaze.

00:27:24: Das ist der männliche Blick auf Dinge.

00:27:26: und dass dieser männliche Blickaufdinge einfach zu so einer Selbstverständlichkeit geworden ist ... Ich verallgemeine das jetzt mal aber, dass viele Frauen selber diesen männlichen Blick auf sich selbst angenommen haben.

00:27:40: also... Was dazu führt Ich mich selten oder oft selber als Objekt erlebe und nicht als Subjekt.

00:27:48: Also ich schaue mit mir auf diesen Blick und denke so, das wird doch von mir erwartet, dass ich jetzt so und so auszusehen habe?

00:27:55: Oder wenn ich eben auf die Kanzel trete, bestimmte Schuhe anzuziehen habe oder keines nieke ... also ich nehme selber diesen Außenblick ein um dieser Welt zu entsprechen oder diesem Blick zu entsprechen der von mir eingefordert wird.

00:28:13: Und das muss man jetzt gar nicht auf die ganze Gesellschaft ausweiten, aber kirchliche Strukturen sind einfach männlich geprägt, sind patriarchal geprägt und deswegen ist natürlich auch der männliche Blick im Hinblick auf kirchische Strukture oder Prozesse Ein Erscheinungsbild übertragen wird, was auch dazu führt in dieser Organisation.

00:28:48: Und ich bin schon als evangelisch-lütterische Pastorin auf einem der liberalsten Flügel die es gibt unterwegs Und trotzdem bin ich noch damit konfrontiert.

00:29:03: Das hat nicht in dem Seminar aufgehört, das ploppt immer mal wieder auf und wird immer mal thematisiert ... Nicht nur von Männern, auch von Frauen!

00:29:15: Dass kommentiert wird, ob man jetzt irgendwie so eine hübsche junge Pasturin, dass einem dann der Arm umgelegt wird?

00:29:22: Wo man denkt, nein, ich möchte nicht, dass du mich in den Arm nimmst.

00:29:26: Wirklich nicht.

00:29:29: Genau.

00:29:32: Das passiert immer wieder und das ist irgendwie ein immerwährendes Thema, was je nachdem in welchen Kontexten man sich bewegt mal intensiver aufploppt und mal weniger intensiv.

00:29:43: aber ich glaube nicht dass ich es in meiner Laufbahn als weibliche Pastorenfahrerin nochmal irgendwann gänzlich los werde vielleicht irgendwann wenn ich ganz alt bin weil ich dann nicht mehr mit so einem Objektifizierenden Blick vielleicht auch angeschaut werde, aber ein paar Jahre habe ich bis dahin noch.

00:30:05: Ja das ist sozusagen einer der Gründe... Ich finde ja jetzt kann man schon sagen im letzten Jahrhundert hat die Frauenbewegung schon einen Riesenschritt gemacht.

00:30:18: Darf man so sagen also zumindest in der westlichen Welt?

00:30:22: Aber auch in den anderen wird Dadurch lauter.

00:30:25: und jetzt, obwohl das kein Riesenschritt ist.

00:30:28: Aber immerhin in Saudi-Arabien dürfen Frauen einen Führerschein machen

00:30:31: usw.,

00:30:32: also es passiert dort einiges Und von daher müsste man eigentlich guter Dinge sein dass es keine Ahnung in hundert zweihundert dreihundert Jahren irgendwann vielleicht tatsächlich mal eine gleichberechtigte Welt gibt.

00:30:50: aber dann gerade wenn ich so Religion angucke Und da so wie sehr patriarchales Denken und antifeministisches Denken, also wie sehr das dort verankert ist.

00:31:08: Und theologisch begründet wird

00:31:11: usw.,

00:31:12: dass ich irgendwie denke ja okay wir haben jetzt schon einen ganz schönen Schritt gemacht.

00:31:16: aber genau wenn ich darüber nachdenke denke ich immer vielleicht sollte man es doch alles abbrennen.

00:31:20: Also du hast noch gar nicht geantwortet Auf welcher der beiden Seiten du denn stehst?

00:31:28: Also, ich arbeite noch.

00:31:29: Ich bin weder exkommuniziert noch irgendwie aus der Kirche ausgetreten.

00:31:36: Heißt nicht dass sich nicht damit hadere und manche Dinge... Ich mag zum Beispiel Paulus einfach überhaupt gar nicht weil mir das total missfällt, dass da so ein männlicher Dude seine Sichtweise und seine Auslegung breitgetreten hat und wir die jetzt einfach so angenommen haben.

00:31:58: Wir die jetzt quasi aufarbeiten müssen?

00:32:01: Ja, genau auch arbeiten müssen!

00:32:03: Also ich sehe mich schon in dem Bereich weil ich immer noch arbeite und das glaube ich auch noch ein bisschen tun werde.

00:32:11: Schon auf den Bereich dass ich versuche mit meinem Feminismus, was mir am Herzen liegt und was mir wichtig ist innerhalb dieser Strukturen dieser patriarchal geprägten Strukturen, das was ich tun kann, tun möchte um für Gleichberechtigung einzustehen die Rolle der Frauen zu verbessern.

00:32:32: Immer wieder auf eben diesen männlichen Blick aufmerksam zu machen immer wieder auch im Kleinen dass das anzukreiden was was ungleich ist oder eben auch dafür einzustehen dass sich die Dinge dann doch irgendwie verändern.

00:32:49: Und du hast recht, es passieren Dinge und gleichzeitig gibt's natürlich auch immer wieder die Backclash oder die Rückbewegungen ... Da darf man nicht aufhören beziehungsweise da möchte ich glaube ich auch.

00:33:07: Da weiß ich das ich nicht aufhören möchte daran zu arbeiten in einer Kirche zu leben und zu arbeiten, Teil der Glaubensgemeinschaft zu sein.

00:33:18: Die sich weiterhin dafür einsetzt und die weiterhin Schritt für Schritt hinzu einer ... ja einfach nicht hinzu doch vielleicht hinzu eine Welt an einer Welt bauen mit Dorothea Sölle gesprochen wo wir quasi auch Gotteshände sind und jetzt schon daran bauen, einen Reich Gottesbauen.

00:33:48: Und ich glaube in meiner Vorstellung davon – das ist eine menschliche Vorstellung aber in meiner vorstellung davon– ist es total egal ob es da Männer oder Frauen gibt oder Transgender-Personen oder wer wehen oder was liebt?

00:34:04: Jetzt hast du das perfekte Schlusswort schon zur Hälfte gesprochen.

00:34:14: Aber es ist ja auch tatsächlich so, also wenn man weltweit guckt wird die Religion oder werden die Religionen wieder konservativer?

00:34:25: Wir können quasi zugucken wie Seile wieder eingeholt werden und quasi nenn es Scharia oder der Versuch irgendwelche Gottesstaaten zu errichten usw.

00:34:40: auch auf christlicher Seite.

00:34:42: rechte, also wie darüber diskutiert wird ob Frauen überhaupt predigen dürfen und eben Äußerlichkeiten Kleidung

00:34:52: usw.,

00:34:53: ist immer ein Dauerbrenner in religiösen Zusammenhängen.

00:34:58: Und irgendwie, also ich will mal kurz diese frustrierte Seite stark machen.

00:35:05: Weil ich irgendwie denke... Also ich kann schon echt gut verstehen dass man irgendwie denkt ja irgendwie holt die Religion, also irgendwie holte die Religion ihre eigene Geschichte und ihr eigenes Menschenbild, Ihr eigenes Frauenbild.

00:35:22: quasi was natürlich, also unsere Texte unsere heiligen Texte im Christentum, in Judentum und im Islam kommen ja nun mal aus einer älteren Zeit.

00:35:33: Und ich finde sie sind dafür ziemlich progressiv.

00:35:36: also es ist schon irre was da was für die zeit drinnen steht aber natürlich ist es immer noch unter einem bestimmten duktus gedacht der einfach nicht hinterfragt wurde und ich fand das so spannend in der doku girls and gods.

00:35:54: relativ am Anfang haben sie über Gottesvorstellungen gesprochen.

00:36:00: Und da wurde dann gesagt, ja ich ... ein männlicher Gott?

00:36:07: Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll!

00:36:09: Da bin ich quasi raus.

00:36:11: und jetzt kann man sagen Ja dann sagt doch einfach Sie zu ihr oder Mutter.

00:36:15: aber diese Vorstellung ist ja sprachlich so verankert in den monetistischen Religionen.

00:36:23: Also nicht, dass Gott wirklich ein Mann ist – das nicht!

00:36:26: Da würde sowohl Judentum als auch Christentum sagen, nein er schuf sie zusammen, Bilde als Mann und männliche und weiblich erschufe er sie.

00:36:37: Aber trotzdem traditionell hängt dort auch einen Mann am Kreuz von Gott mit einem langen Bart anstatt mit Brüsten.

00:36:53: Also so, ne?

00:36:54: Und dann denke ich mir ... Ja wie soll das denn überwunden werden?

00:36:59: Man kann es nur so probieren und leben und tun aber ob man das jemals wegkriegt, hab ich oft meine Zweifel dran.

00:37:08: Von daher verstehe ich dass Leute brechen.

00:37:10: Das wollte ich nur sagen.

00:37:11: Genau vor allem auch wenn... Wenn sofort immer die Gegenrede kommt, das heißt ja nicht dass ich sie nicht geben darf.

00:37:23: Aber wenn sofort gegen so eine progressive Entwicklung, sofort immer quasi die konservativen Seiten laut werden und sagen so, hm, das darf aber nicht, aber das geht aber nicht.

00:37:40: wenn man quasi drei Schritte nach vorn gehen möchte und dann aber fünf wieder zurück eingeholt wird, weil einem das konservative Lager mit dem Lasso einfängt.

00:37:50: Und nach hinten zieht es sozusagen Das finde ich ist glaube ich eine sehr große Herausforderung.

00:37:56: und da ist aber auch die Schwierigkeit dass wir reden über Glauben und Glaubensüberzeugungen und da hängen einfach viele Befindlichkeiten ist für mich so negativ konnotiertes Wort, aber viele emotionale Dinge dran und viele Vorstellungen die man irgendwie als Kind mitbekommen hat.

00:38:16: Und an denen man hängt.

00:38:19: immer wenn es darum geht irgendwelche irgendwelche Zuschreibung oder B-Schreibungen zu verändern, oder zu öffnen.

00:38:27: Oder feministischer Zugestalten ... Dann ist man ja schnell an den Punkt gekommen, wo dann gesagt wird, aber man darf doch nicht!

00:38:36: Aber das geht doch nicht.

00:38:37: und ... Da hab ich mal das Gefühl die Menschen denken, man würde ihnen irgendwas wegnehmen.

00:38:43: Und eigentlich geht's nur darum was zu öffen.

00:38:47: Also die Vorstellungen zu öppnen von diesem einen Bild wegzukommen und nicht zu sagen, es ist nicht Bild A sondern ein Bild B. Sondern zu sagen hey vielleicht ist das heute Bild B aber vielleicht gibt's einfach auch Bild M und Bild X und Bild Y und Vielleicht finden wir eine Sprache die nicht beliebig ist, die nicht beliebig ist Aber die trotzdem irgendwie inkludiert dass Wir alles haben also dass wir nicht nur einen bild haben.

00:39:19: ich wenn ich Gottesdienst feiere bin ich auch immer ein bisschen unentschlossen.

00:39:23: Also wenn ich das Votum spreche am Anfang des Gottesdienstes, also wir feiern diesen Gottesdienste im Namen, spreche ich tatsächlich immer das klassische trinitarische Votuma.

00:39:34: Ich sage mal, wir feieren den Gottesdicht im Namen des Vaters und des Sonos und des Heiligen Geistes.

00:39:39: Das ist jetzt sehr, sehr männlich!

00:39:43: Wenn ich meinen Segensprecher am Ende des Gottes dienst, Gottesdiens ist den aronitischen Segen dann bespreche ich den komplett genderneutral.

00:39:52: Also Gott segne dich und behütte dich, Gott lasse das angesicht leuchten über dir und sei die gnädig, Gott erhebe das angesichts auf dich und gebe dir Frieden.

00:40:00: also da ist nicht sein angesicht oder ihr angesicht sondern dass es komplett geschlechtsneutral Versuche eben genau das, was ich gerade gesagt habe.

00:40:10: Zumindest in meinen Gottesdiensten ein bisschen darzustellen.

00:40:13: also Ich kann aus einer Tradition kommen die Patriarchale geprägt ist die mir aber trotzdem etwas bedeutet weil es eine Tradition ist, die mir wertwertvoll geworden ist und kann aber trotzdem in den Texten, die ich benutze oder in den Lesungen, die Ich mache auch versuchen ein breiteres Spektrum abzubilden.

00:40:32: Und da mit Menschen anzusprechen, die vielleicht bei dem Votum am Anfang des Gottesdienstes eher aufgestoßen haben, sagen aber so weiß ich jetzt gar nicht ob es Vater und Sohn ist.

00:40:43: für mich ist das auch Nicht-Vater und Sohne.

00:40:45: Aber ich weiss dass diese Formel menschen etwas bedeutet.

00:40:49: Sie hat eine Tradition, die sie mit sich bringt.

00:40:51: Und deswegen möchte ich das genauso darstellen wie andere Formen, die Gott für sich eher als Mutter sehen oder Gott eher als heilige Geistkraft sehen, die in unser Welt und unserer Natur und in der Schöpfung präsent und wirkt mächtig

00:41:06: ist.".

00:41:07: Ja ... ja!

00:41:09: Ich meine Jesus vergleicht Gott mit einer gebärenden Mutter.

00:41:15: so, ne?

00:41:16: Das ist schon, finde ich... Ich finde, diese Bilder werden einmal im Jahr genannt.

00:41:26: Also die sind nicht gleichberechtigt mit lieber Vater.

00:41:32: Das rollt von der Lippe einfach weil man's halt seit zweitausend Jahren kennt.

00:41:37: und was ich irgendwie auch noch so dachte ist oder was ich schön fand in der Doku war diese Gruppe von römisch-katholischen

00:41:47: Die waren super, die waren ganz witzig.

00:41:51: Die waren natürlich alle exkommuniziert ist ja klar weil das gibt es ja gar nicht.

00:41:58: aber die haben einfach gesagt Ist uns doch egal, wir sind nicht exkommuniziert.

00:42:03: Wir glauben daran dass Gott auch Frauen ins Priesteramt beruft und deswegen leben wir das jetzt hier.

00:42:10: was ihr zu uns sagt ist uns doch doch egal.

00:42:12: Und ansonsten auch hier mit Kutte und Luft Jetzt nicht wahnsinnig linksradikal oder irgendwas, sondern... Also durchaus auch jetzt so.

00:42:23: sie klangen zumindest irgendwie auch einigermaßen konservativ sogar irgendwie theologisch gesehen.

00:42:29: Aber in dieser Frage einfach nö Fuck you ist uns egal wir machen unser eigenes Ding.

00:42:36: und irgendwie habe ich da da hab ich großen Respekt vor weil ich denke okay ihr werdet wahrscheinlich nicht die nicht die katholische Kirche umstürzen aber ihr bietet Eine würde ich sagen nicht nur eine Alternative, sondern ihr bietet... Ihr steht für etwas wo ihr von ganzem Herzen daran glaubt dass das Christ sein ist.

00:42:58: Dass es nicht eine Variante ist, sondern natürlich dürfen Frauen, dürften Frauen Priester werden wenn man es nach Gott ginge?

00:43:06: Natürlich!

00:43:07: So und das finde ich dann wiederum toll, dass es so ne Gruppe gibt, dass wir einfach sagen ja wir schreiben das auf unsere Fahne Fertig.

00:43:16: Dürft ihr uns exkommunizieren, so viel ihr wollt?

00:43:19: Wir weinen andere Frauen als Priesterinnen und taufen Babys und machen all das was ihr auch macht, Edgy Veggie!

00:43:26: Die fand ich ja auch super die fand ich so klasse.

00:43:29: es gab's auch gab auch so eine Szene, das hab ich dann nachher auch noch mal gelesen.

00:43:33: Wo eine von einer Bischöfin ... Die hat sich ja noch mal privat in einem Einzelgespräch mit Inna Tyschenko unterhalten und die hat dann quasi einfach so ihre Albe, ihr weiß es, gewandt gebügelt.

00:43:47: Da ging's dann auch irgendwie so daumen, macht ja keiner.

00:43:50: Irgendwer muss es ja machen.

00:43:52: Jetzt mach' ich selber!

00:43:53: Und wenn ich quasi die bin, die voraus geht, die ihre Albel selber bügelt Und voraus geht auch, was Priesterweihe bei Frauen betrifft.

00:44:03: Dann bin ich das halt.

00:44:04: Irgendwer muss es ja machen und wenn sonst keine macht, dann mach' ich's eben!

00:44:08: Auch in diesem Vertrauen darauf, dass das irgendwie ihre Rolle ist und dass das okay ist.

00:44:14: Ja?

00:44:15: Also jetzt hochgestochen formuliert vielleicht Gott sie dazu auch irgendwie eingesetzt oder befähigt hat.

00:44:21: Ach

00:44:22: so...

00:44:22: Nee, ist gut.

00:44:24: Mir waren nur ... Eingefallen, was ich eigentlich hatte sagen muss.

00:44:27: Ja

00:44:27: und los!

00:44:30: Sagen wollen naja ja man kämpft dann mit keine Ahnung patriarchalen Bildern oder Vorstellungen die seit gar um zig tausend Jahren einfach da sind und die auch nicht so ohne weiteres wieder verschwinden wo man gegen kämpfen muss und so.

00:44:47: aber Das ist ja nicht die ganze Religion.

00:44:50: Also ich meine, das is ja nicht das Einzige was der Glaube zu bieten hat, dass man in ein patriarchales System hineinkommt wo man jetzt einem Mail-Gaze der Zuschauer ausgesetzt ist und noch einen Mail Gaze Gottes.

00:45:04: weißt du so?

00:45:07: Dafür braucht man wirklich kein Christ werden.

00:45:10: Ja Aber ich will einfach nur nochmal irgendwie sagen also Ich habe mich gerade von wegen abrennen oder reformieren irgendwie daran erinnert Naja, es gibt einfach Dinge die Religion kann.

00:45:24: Die kann der Atheismus nicht... Zum Beispiel?

00:45:29: Ja zum Beispiel Beheimatung!

00:45:31: Ich

00:45:31: wusste das.

00:45:32: du sagst, ich hatte auch Heimat im Kopf.

00:45:34: Wir führ mal aus und dann reagier' ich aber direkt mal drauf.

00:45:37: Also Beheimartung in mehr als nur dem materiellen Sein, sag ich jetzt mal so.

00:45:44: Also in einer Transzendenz, in etwas was über mich hinausgeht.

00:45:48: Klar, Atheisten können mit Ideen sowas versuchen zu kreieren.

00:45:54: aber ich glaube das was du vorhin sagtest vieles an Religion ist ja eben auch nicht nicht rational.

00:46:02: nur oder ist nur bist du einem gewissen Punkt begründbar und dann ist diese andere Ebene da ob du das jetzt Indoktenation nennst oder aufgewachsen sein, oder einfach spirituelle Erfahrungen.

00:46:20: Oder wie auch immer ... Also es ist auf jeden Fall eine andere Ebene die sozusagen noch auf einer anderen Ebene da ist und darin passiert meines Erachtens eine andere Art von Beheimatung als man die in der Idee finden kann.

00:46:35: Als Beispiel.

00:46:37: Oder Jesus als Vorbild sag ich jetzt mal platt, der mir irgendwie einen Blick auf die Welt und das Leben vorlebt.

00:46:46: Wo ich sage wow!

00:46:48: Das ist ja mal spannend anders.

00:46:51: Also daran mich orientieren ob ich das genauso leben kann weiß ich nicht aber... Aber dass es mal ein Blick den finde ich nicht so schnell irgendwo anders.

00:46:59: Ich will nur sagen auch das wäre etwas was ich nennen würde was Religion kann Als

00:47:06: Beispiel.

00:47:06: Ich demal direkt auf die Beheimatung ein, weil ich seh das total und ich will dir überhaupt gar nicht widersprechen sondern ich verstehe total was du meinst... Und trotzdem?

00:47:17: Ja genau!

00:47:18: Also ne, Beheimattung ist ein schöner Begriff und ich hab direkt bevor du es noch gesagt hast habe ich dran gedacht.

00:47:23: aber das Ding bei der Beheimätung ist ja dass ich eine Heimat finde heißt für mich bedeutet das und ich glaube viele Menschen auch in einem Setting oder in einem Glauben, auch in meiner Beziehung zu Gott ... angenommen fühle.

00:47:39: Oder aufgehoben fühle mit dem was ich denke und fühle und den Menschen der ich

00:47:47: bin.".

00:47:50: Ich ahne, was jetzt kommt!

00:47:53: Möchtest du's denn dafür?

00:47:56: Und dachte wieder okay vielleicht hast Du das als Mann auch ein bisschen schnell gesagt Nee, fühl du ruhig aus.

00:48:04: Ja und genau dieses Angenommen sein kann ja sehr schnell durch ... also dieses Angennommen sein als Frau mit dem was ich denke, mit dem das ich fühle und dieses Gefühl dass mir einfach Respekt entgegen gebracht wird und ich eine Würde habe weil ich ein Mensch bin aber auch als Frau Kann mir eben auch schnell genommen werden wenn ich in einen setting oder eine struktur komme.

00:48:33: die eben patriarchal geprägt ist, oder wo für Frauen erst mal andere Regeln gelten als für Männer.

00:48:40: Bin ich dann noch angenommen in meinem Frausein?

00:48:43: Ist es da noch in Ordnung wenn ich kein Kopftuch trage, wenn ich doch eigentlich meine Haare schön finde?

00:48:49: Wenn ich meine Haaren schön finde möchte ich meiner Haare offen tragen und dann möchte ich vielleicht keinen Kopftut tragen oder auch keine Perücke damit nur mein Mann meine Haar sieht sondern Kann ich selber erst mal entscheiden, was ich mit meinen Haaren machen möchte?

00:49:04: Und ob ich mich wohl damit fühle meine Haare offen zu zeigen oder nicht.

00:49:07: Oder bin ich vorgeprägt, weil mir immer gesagt wurde ... dass Haare etwas sind, was sinnlich ist, was irgendwie sexuell oder angerucht ist oder was anderen Menschen vorenthalten ist.

00:49:20: Erstmal sind das meine Haar und ich kann entscheiden, wem ich meine Haarre zeigen möchte und wem nicht.

00:49:28: Ich bin jetzt ein bisschen in die Haare abgedrückt.

00:49:32: Nicht, dass wir uns in die haare kriegen!

00:49:34: Aber du weißt ungefähr, worauf ich hinaus will.

00:49:37: Dieses Angenommensein und Beheimatetsein finde ich dem geht das Angenommensein als Mensch voraus.

00:49:43: Und zwar auch als Mensch der eben einen Geschlecht hat und weiblich-männlich oder alles dazwischen ist.

00:49:48: Wenn ich das Gefühl bekomme, ich nicht so angenommen sein kann, wie ich bin.

00:49:55: Weil mein...an meinen Geschlecht andere Regeln oder für meine Geschlechte andere Regel gelten oder ich bestimmte Regeln zufolgen habe oder auch in meiner Gottesbeziehung.

00:50:07: Ich das Gefühl hab' ich fühl mich darin nicht wohl weil mir permanent ein Bild von Gott gemalt wird was irgendwie gar nicht meinem Gott entspricht Dann kann ich mir vorstellen dass es schwer ist dann diese Beheimatung in einer Glaubensgemeinschaft zu finden.

00:50:23: Ja, vollkommen richtig.

00:50:25: Dakor!

00:50:25: Also ich wollte damit ja auch nur ausdrücken dass das etwas ist was Religion potenziell anbietet.

00:50:37: Dass das bisweilen Menschen unterschiedlichster Kohleur recht schwer gemacht wird?

00:50:44: liegt auf der Hand.

00:50:45: Darum geht es ja auch genau in dieser Doku, dass das Frauen oder auch queeren Menschen von religiöser Seite her sehr schwer gemacht wird sich zu beheimachen.

00:50:57: Und die Krux ist ja ... Es wird nicht von Gott schwergemacht!

00:51:01: Das ist ja das Absurde!

00:51:03: Es ist ja nicht Gott, der irgendwas sagt in die Richtung oder die irgendetwas sagt als sich äusserndes Wesen oder sowas, sondern es sind immer die Menschen.

00:51:17: Es sind immer Die Menschen, die die Auslegung machen oder die die Deutungen machen, die Interpretationen machen.

00:51:24: Das heißt Gott hindert die Menschen nicht daran in ihrem Glauben, sich beheimatet zu fühlen.

00:51:32: aber es gibt Menschen, wodurch sich andere Menschen ausgegrenzt fühlen und nicht wohlfühlen, nicht beheimatet fühlen, unterdrückt fühlen oder ja wie auch immer.

00:51:45: Ja und am langen Ende geht es dann natürlich auch um Machtfragen?

00:51:49: Immer!

00:51:49: Wer hat das sagen, wer kann das entscheiden?

00:51:53: und ich meine Traditionen bieten eine Form von Sicherheit.

00:51:58: Muss man einfach sagen, aus dem Grund ist das Patriarchat so stark.

00:52:03: Weil es eine gewisse Sicherheit verspricht wie mit dem Leben umzugehen ist.

00:52:08: Den Männern?

00:52:11: Ja den Männern aber durchaus.

00:52:13: also ich will nicht sagen ich wollte damit nicht dass patriarch hat schön reden.

00:52:17: Ich wollte nur sagen auch dass es viele Frauen gibt, die sozusagen in dieser Rolle aufwachsen und aufgehen.

00:52:25: Und sich nenn es Male Gays oder im patriarchalen Setting wohlfühlen weil ihnen das sicher

00:52:33: ist.

00:52:33: Ja natürlich, weil sie nichts anderes gelernt haben!

00:52:36: Ja ja genau also.

00:52:37: ich wollte nur so zu sagen aus dem Grund ist das so schwer dem entgegenzukommen, weil das auch was bietet.

00:52:44: Also nicht nur den Männern sondern zumindest Aufnahm, wir erklären uns die Welt.

00:52:50: Wir verstehen die Weltebene allen

00:52:53: irgendwie.".

00:52:54: Ja ich würde nicht sagen das ist was Bietet!

00:52:56: Ich würde sagen dem würde ich tatsächlich gegen sprechen.

00:53:00: es bietet nichts.

00:53:01: Es ist so ein bisschen wie diese Kopftuchfrage, in der Chefchenko in der Dokumentation mit Kola Mayam-Hübsch bespricht.

00:53:12: Das ist genau die Diskussion.

00:53:14: also Kola Maya Hübschs sagt Das Kopftuch gibt mir Freiheit, weil wenn ich das Kopftucht trage, bin ich frei von einem männlichen Blick.

00:53:22: Ich hab keine Angst, wenn ich abends durch die Straßen gehe.

00:53:26: Ich werd nicht angeschaut, ich werd nicht belästigt

00:53:29: so.".

00:53:30: Und Inna Chevchenko hält dem ein bisschen entgegen, dass sie sagt ja ... Ich finde, du hast jetzt so gesagt.

00:53:46: Das Patriarcher bietet auch Dinge.

00:53:47: und dann denke ich mir so Ja das ist so wie als würdest du sagen ja ja das Kopftuch bietet Auch Dinge wenn Du das Kopptuch hast Wie die Diskussion von Kula May am Hübsch Wenn Du das kopftuch trägst Dann wirst Du nicht angeschaut Und dann Hast Du eine gewisse Sicherheit.

00:54:01: Aber ich finde es stimmt ja auch also für sie Stimmt dass Sie macht genau diese Erfahrung.

00:54:06: in dem Sinne bietet ihr das etwas.

00:54:10: Nur die Frage ist natürlich, wenn das jetzt verallgemeinert wird und dass quasi Gesetzwürde dann und du gezwungen bist so zu tun.

00:54:18: Dann ist es keine Freiheit mehr.

00:54:20: aber grundsätzlich würde ich sagen das Kopftuch bietet eine ganze Menge.

00:54:25: Und

00:54:25: ich würde da, ich wäre eben auf der Seite von Innenerchef Czenko und würde sagen so nein es kann doch nicht sein dass wir ein Kopftuch brauchen... Wir sind jetzt in.

00:54:34: das klingt jetzt irgendwie komisch.

00:54:35: aber Kopftuche ist jetzt das beispielhafte Bild dafür sozusagen, dass

00:54:41: sie sich dann verlieren auf dieser Debatte.

00:54:43: Genau!

00:54:44: Dass wir eine Beschränkung brauchen um ne Freiheit zu erleben und ich finde das das kann noch halt nicht sein.

00:54:50: Ich verstehe was du sagst wenn du sag das bietet irgendwas Aber ja nur, also wäre es nicht viel erstrebenswerter darauf hinzuarbeiten oder dafür was zu tun.

00:55:00: Dass das das nicht braucht.

00:55:02: Also dass niemanden braucht der den eine Sicherheit verspricht weil wir in einer Gesellschaft leben in der die Sicherheit gegeben ist wo ich nicht...

00:55:14: Inhaltlich bin ich voll auf deiner Seite sehe ich genauso.

00:55:17: Ich wollte ja nur sagen dass das Kopftuch denen Freiwillig tragen, ich rede jetzt mal nur für die.

00:55:27: Ich nehme auch an den anderen bietet das irgendwas aber ich will es jetzt mal für die sagen etwas bietet.

00:55:34: Ich würde auch sagen, ich glaube dass ist dann auf der Hälfte der Strecke oder dem Viertel stehen geblieben.

00:55:40: Aber das kann ich natürlich auch nicht für die entscheiden sondern nur für mich weil natürlich wäre es jetzt eine Welt in der ja niemand ein Kopftuch tragen darf Wäre auch scheiße.

00:55:50: Also ich will damit sagen, das ist aber genau der Konflikt und ich finde den findest du auch in der Doku schön noch nicht mal rausgearbeitet sondern dargestellt zuschaubar quasi dass es halt unterschiedliche Auffassungen gibt dass es unterschiedliche Dinge gibt die Menschen aus etwas ziehen oder wovon sie sich abgelehnt fühlen von der gleichen Sache.

00:56:13: Und du das irgendwie, und es trifft natürlich auch nicht nur für Religionen zu sondern fürs gesamte Leben.

00:56:19: Aber in der Religion wird das so deutlich sichtbar weil sich dann eben auf die Wahrheit beruft oder eine ganz lange Tradition usw.

00:56:28: Ich vermute dass ist einer der Gründe warum das in den Religionen so schwierig ist.

00:56:35: Also immer dieses drei Schritte vor zwei zurück Umgedreht, irgendwie.

00:56:44: Na

00:56:44: ja...

00:56:46: Ja gut!

00:56:47: Joa wir können mal zur Landung ansetzen oder?

00:56:49: Absolut

00:56:51: Was nehmen wir denn jetzt mit?

00:56:55: Ich habe das ganz am Anfang schon gesagt und ich möchte es nochmal wiederholen Es gibt die Szene eben auch mit Mariam Hübsch aber auch der anderen iranischen Aktivistin wo in aller Offenheit darüber gesprochen wird und sich zu dem Schluss kommen dass sie sich nicht einig werden So.

00:57:12: Und man sich dann aber trotzdem umarmt und das fand ich so eine schöne Geste, also dieses ... Ich finde was man aus dieser Doku lernen kann oder was ich auf jeden Fall mitgenommen habe ist dass ich auf gar keinen Fall mit allen Menschen einer Meinung sein muss Aber dass es Möglichkeiten gibt und das finde ich sehr tröstlich und hoffnungs- macht mich auch hoffnungshvoll Dass es Möglichkeiten gibts sich zu unterhalten und miteinander auszutauschen und sich auch zuzuhören Und die verschiedenen Sichtweisen des anderen anzuhören, ohne am Ende bei einer gemeinsamen Landen zu müssen.

00:57:50: Sondern so... Genau!

00:57:54: Es gibt eine ganz eindrückliche Szene.

00:57:56: Linacevchenko ist beim March for Life in ... Ich weiß gar nicht wo sie da ist in New York oder auf jeden Fall in den USA und da trifft sie sich mit Feministinnen ausgesprochenen Feministen gläubigen Feminists die aber gegen Abtreibung sind, aber eben aus nem feministischen Grund.

00:58:15: Und ich krieg's nicht mehr zusammen was deren ... Unnem

00:58:18: religiösen?

00:58:19: Genau!

00:58:20: Das ist schon gepaart.

00:58:21: Die sich als Feministinnen in ihrer Glaubensgemeinschaft selber sehen und trotzdem gegen Abtreibungen sind bei Pro-March for Life mitgemaragt haben.

00:58:35: Und das fand ich ganz eindrücklich weil irgendwie so ihren ... Ihren Punkt vorgebracht haben.

00:58:43: Und ich da auch so einen Moment hatte, wo ich dachte, achso ja okay, wenn man das so sieht dann ergibt es schon irgendwie Sinn!

00:58:51: So und ich finde dass ist eine große Leistung die der Dokumentarfilm macht Das Anhören des gegenseitige anhören von den verschiedenen Blickwinkeln Perspektiven Standpunkten und des Nebeneinander stehen lassen und nicht sagen, dass es richtig oder das ist falsch.

00:59:08: Sondern wir haben da eine breite Palette.

00:59:13: Und klar gibt's Bereiche wo es gegen die Menschenwürde geht, wo man auch sagen kann, das ist nicht in Ordnung so.

00:59:21: Trotzdem kann man zu solchen Themen unterschiedliche Meinungen haben und darf man auch.

00:59:27: Nicht kann man haben sondern darf man haben.

00:59:30: Das darf bis zu einem gewissen Grad einfach nebeneinander stehen, ohne dass man das Gefühl hat es gibt hier richtig und falsch oder die eine hat recht oder die andere hat recht.

00:59:42: Ja

00:59:43: super genau ich nehme glaube ich ähnliches mit.

00:59:47: aber ich nehme glaub ich mich hat wirklich angesprochen was es alles so gibt.

00:59:53: ja

00:59:53: also weil der film halt schon irgendwie über den über meinen Tellerrand rausblickt.

01:00:00: Also, was es alles so für unterschiedliche weibliche Fräumigkeiten gibt und für Ideen sozusagen Glauben zu leben und auch feministische Feminismus mit in den Glaubens zu integrieren und zu machen.

01:00:19: Und das fand ich toll!

01:00:20: Das fand ich sehr inspirierend.

01:00:26: Menschen gibt, die sich dort wo sie sind engagieren.

01:00:29: Hier die Katholikin, die für Abtreibung sich einsetzt und so, also die da mit bestimmt wenig Blumentöpfe gewinnt aber... Also einfach an den unterschiedlichsten Stellen im Islam Frauengruppen gibt und das fand ich toll!

01:00:46: Das hat mich inspiriert und da habe ich gedacht ah ja okay Die Welt ist ja doch bunter, als man manchmal denkt.

01:00:54: Und auch Glaube ist bunter.

01:00:56: also, weil ich will natürlich die Spur B letzten Endes verfolgen.

01:01:04: Also die, dass ich irgendwie hoffe und mich am Glauben selber freue und gerne Christ bin.

01:01:11: Aber vielleicht ist dann Hopfen nunmals tatsächlich noch nicht verloren, sondern ... Wobei hoffen nunmals jetzt auch wieder so ein männlich konnotiertes Bild.

01:01:20: Es fällt mir dabei gerade einen, wenn ich sage und dann will ich hinterher schieben und die Stricknadeln auch nicht und dann denke ich es ist auch ein männliche konnotiertes Bild.

01:01:29: Scheiße!

01:01:29: Wie mache ich denn das?

01:01:30: Ihr wisst was ich meine also Gottvatermutter isst.

01:01:36: Ist.

01:01:37: Ist genau.

01:01:39: Amen.

01:01:41: Ja gut haben wir doch jetzt.

01:01:43: ja Schaut euch die Doku an, sie lohnt sich wirklich.

01:01:47: Auf

01:01:47: jeden Fall Girls and Gods in Deutschland bei Amazon Prime zu kaufen oder zu leihen In der Schweiz gerade in den Kinos.

01:01:56: also ihr findet sie und schaut es euch an sehr besonders Und ja auf jeden fall sehenswert.

01:02:05: So sieht's aus und wir sehen uns im Juli machen wir Sommerpause.

01:02:10: kann das sein?

01:02:10: Ich

01:02:10: glaube wohl Ja

01:02:12: Das heißt dann sehen wir uns erst im August wieder Oder hören uns wieder viel mehr.

01:02:16: Ja, und genau... Ne?

01:02:20: Ist gut!

01:02:22: Bis dann, Antenne!

01:02:24: Ciao

01:02:29: Mamao!

Über diesen Podcast

Serien auf Netflix und Co. haben enorme Popularität und prägen ganze Generationen. In Serien werden Charakteren über viele Episoden und Staffeln hinweg entwickelt, und in den Narrativen spiegeln sich gesellschaftliche Verhältnisse und menschliche Grundfragen. Viele Sehnsüchte, Träume, ungeschriebenen Gesetze, Werte und Zweifel unserer Zeit lassen sich an Netflix-Serien schärfer und zeitnäher ablesen als in mancher soziologischer Literatur.

Die Idee dieses Podcast-Formates ist deshalb, in aktuelle, kultige Serien einzutauchen und anhand ihrer Charakteren und ihrer Plotentwicklung zeitgemässe Fragen aufzugreifen. Dazu spricht Manuel Schmid mit Künstlerinnen, Theologieprofessoren, Zeitgeistforscherinnen und anderen spannenden Persönlichkeiten über ihre Lieblingsserie – und über die gesellschaftlichen und spirituellen Einsichten, die sie damit verbinden.

von und mit Janna Horstmann + Jacob Friedrichs

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